
Hören Sie auf, Ihre Infrarotlampen alle zwei Wochen auszutauschen!
Wenn Sie schon einmal mit der Montage von Smart-Meter-PCBs gearbeitet haben, wissen Sie, wie das abläuft: Die Infrarotlampen funktionieren zunächst einwandfrei – bis plötzlich alles schiefgeht.
Die eigentlichen Ursachen für diese Probleme sind Rußpartikel und Rückstände vom Löten. Diese Partikel gelangen in die Umhüllung der Lampen und verursachen dort Hotspots. Dadurch dehnt sich das Glas ungleichmäßig aus – und schon geht die Lampe viel früher kaputt, als es eigentlich der Fall sein sollte. Das ist frustrierend und beeinträchtigt außerdem die Betriebszeit der Geräte.
Die Lösung: „Lufzkurtine“
Wir haben beschlossen, nicht gegen den Ruß anzukämpfen, sondern ihn einfach wegzublasen. Wir nutzen dazu ein Lufzkurtsystem. Anstatt darauf zu warten, dass die Lampen schmutzig werden, und sie anschließend manuell zu reinigen, blasen wir einen kontinuierlichen Strahl gereinigter Luft direkt über die Oberfläche des IR-Moduls. Das funktioniert wie ein physischer Schutzschild – die Rußpartikel werden zurückgedrängt, bevor sie sich im Glas festsetzen können.
Das Ergebnis? Die Lampen bleiben kristallklar. Es entsteht eine gleichmäßige Wärmeverteilung über das gesamte PCB – dadurch müssen Sie sich keine Sorgen mehr um die kalten Lötstellen machen.
Die Nachteile (Denn nichts ist umsonst)
Es gibt natürlich auch einige Nachteile. Zunächst wird die Maschine etwas größer – man braucht Platz für den Lüfter sowie ein gutes Filterungssystem. Andernfalls würde der Einsatz von schmutziger Luft dazu führen, dass der ganze Zweck der Lampen zunichte gemacht wird.
Außerdem muss man das richtige Gleichgewicht finden: Wenn der Luftstrom zu stark ist, kühlt das PCB ab. Dann muss man mehr Energie in die Lampen steuern, um die gewünschte Temperatur zu erreichen – was wiederum nicht ideal ist. Man muss also den richtigen Ausgleich finden – der Luftstrom muss schnell genug sein, um das Glas zu schützen, aber nicht so stark, dass er die Wärme nimmt.
Warum das wichtig ist
Wenn man dieses Gleichgewicht findet, ist der Unterschied enorm. In Betrieben mit hohem Produktivitätsniveau kann die Lebensdauer der Lampen um das 3- bis 5-fache gesteigert werden. Das bedeutet weniger Reparaturen – man muss keine Zeit damit verschwenden, defekte Lampen auszutauschen. Zudem bleibt das thermische Profil konstant – man muss keine Anpassungen am PID-Regler vornehmen, um die durch Rußbildung entstehenden Probleme zu beheben. Im Grunde haben wir ein chemisches Problem mit etwas cleverer Technik gelöst.