
Hören Sie auf, Ihre Infrarotlampen zu reinigen – es gibt eine bessere Methode, um mit den Lötgerüchen umzugehen.
Wenn Sie schon einmal Zeit damit verbracht haben, Leiterplatten zu löten, kennen Sie das Problem. Die Lötgerüche sind eine echte Qual für die Infrarotheizelemente. Die Dämpfe sowie andere Stoffe schweben in der Luft und setzen sich direkt auf den Quarzkern der Lampen ab. Wenn diese Dämpfe durch die Hitze behandelt werden, entsteht eine schädliche Schicht aus Kohlenstoff und Harz.
Das Problem ist: Diese Schicht wirkt wie ein Schutzschild. Sie saugt die Wärme auf, die eigentlich zur Leiterplatte gelangen sollte. Dadurch entstehen heiße Stellen an der Lampe und kalte Stellen auf der Leiterplatte – insgesamt ein chaotisches Bild.
Der „Luftvorhang“-Trick
Wir haben eine Lösung gefunden. Anstatt zuzulassen, dass die Dämpfe einfach überallhin schweben, setzen wir einen Luftvorhang mit positivem Druck zwischen die Lampe und die Arbeitsfläche. Man kann sich das wie einen „Bodyguard“ für die Heizung vorstellen: Ein spezieller Anschluss bläst einen konstanten Strom gefilterter Luft über die Oberfläche des Elements. Dadurch entsteht eine physische Barriere. Die Dämpfe werden schon bevor sie die Glasoberfläche berühren können, weggeblasen.
Warum das wichtig ist
Ohne diesen Luftvorhang sind Sie gezwungen, die Lampen ständig zu ersetzen und die Temperatureinstellungen ständig anzupassen. Das ist äußerst zeitaufwendig. Wenn der Quarzkern sauber bleibt, bleibt auch seine ursprüngliche Strahlungsleistung erhalten. Dadurch erhalten Sie über Tausende von Einsätzen hinweg die gleiche, konstante Wärmestrahlung. Wir verwenden dafür Kurzwellen-Infrarotemitter – sie dringen tief in das Leiterplattenmaterial ein, wodurch die Aufwärmzeit erheblich verkürzt wird.
Die Kompromisse (Denn nichts ist umsonst)
Natürlich erfordert der Einsatz eines Luftvorhangs etwas mehr Aufwand. Man benötigt eine spezielle Druckleitung sowie ein effektives Filtersystem. Außerdem: Wenn die Luft ölig oder feucht ist, tauscht man nur eine Art von Schmutz gegen eine andere aus. Man braucht daher einen hochwertigen Trockner sowie einen Filter mit einer Filtergröße von 5 Mikrometern, damit die Luft, die die Lampe erreicht, absolut trocken ist. Zudem kühlt die Luft die Oberfläche der Leiterplatte etwas ab. Man muss daher die Leistungsparameter der Lampe um 5–10 % erhöhen, um dies auszugleichen.
Ehrlich gesagt: Das ist ein geringer Preis dafür, nicht jede zwei Wochen die Kohlenstoffschichten von den Lampen entfernen zu müssen.