
SMT-Heizelemente zu „intelligenten“ Geräten machen
Lange Zeit waren die Infrarotlampen, die in Prozessen der SMT-Technologie verwendet werden, ziemlich „dumm“. Man schloss sie einfach an, stellte den Betriebsmodus ein und hoffte, dass sich das Temperaturprofil nicht veränderte. Im Grunde handelte es sich dabei um ein Ratespiel.
Doch das ändert sich nun. Wir beginnen, diese Heizelemente als echte Datensysteme zu betrachten. Das Ziel ist es, Komponenten nicht mehr nur deshalb auszutauschen, weil es der Kalender vorschreibt, sondern weil das Gerät tatsächlich dafür benötigt wird.
Den Lampen eine „Stimme“ geben
Um eine Lampe zum „Sprechen“ zu bringen, müssen Sensoren direkt in das Gehäuse oder in den Stromsteuerer integriert werden. Durch die kontinuierliche Überwachung des Stromverbrauchs sowie der spektralen Ausgabe kann das System erkennen, wenn der Glühfaden zu dünn wird oder wenn das Quarzkörper verschmutzt ist. Das ist eine große Erleichterung – schließlich werden so jene lästigen „Kaltstellen“ beseitigt, die oft zu Lötfehlern führen.
Wärme, die man wirklich überwachen kann
Der eigentliche Vorteil besteht darin, dass IoT-Sensoren es ermöglichen, den Wärmefluss, der auf das PCB trifft, genau zu überwachen – anstatt nur auf die Temperatur des Heizelements zu schließen. So können wir genau sehen, wie sich ein Infrarotemitter im Laufe der Zeit abnutzt. Wenn die Leistung um 10 % sinkt, erhöht der Steuerer automatisch die Leistung, um das auszugleichen. Dadurch bleibt das Temperaturprofil konstant – und man bekommt rechtzeitig Bescheid, wenn die Lampe bald versagt.
Die Einschränkungen
Es ist allerdings nicht alles perfekt. Die Integration solcher intelligenter Funktionen bedeutet, dass die Steuerelektronik mehr Platz beansprucht. Man kann keine gewöhnliche Lampe einfach austauschen – man braucht spezielle Treiber sowie eine Möglichkeit, die Daten in das MES zu übertragen. Dadurch wird die Installation etwas komplizierter.
Warum das wichtig ist
Der Vorteil ist, dass wir endlich aufs Raten verzichten können. Anstatt jede sechs Monate eine Lampe auszutauschen – auch dann, wenn sie eigentlich noch in Ordnung ist – tauscht man sie nur aus, wenn die Daten zeigen, dass ihre Effizienz nachlässt. Dadurch wird Müll vermieden, Geld gespart – und es wird verhindert, dass eine Lampe mitten im Produktionsprozess versagt und dadurch die ganze Produktion lahmgelegt wird.